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Saisonbericht 2008

 

 

 

 

 

 

Fahrer: Willi Rabl                                                                Co-Pilot: Uschi Breineßl

 

Lico-Lavanttal:

Nachdem die Ära der Diesel-Kit Cars mit dem Ausklingen der 2007er-Saison endgültig zu Ende gegangen war, stellte sich für Willi die Frage, wie es weitergehen sollte. Der Rückschritt in einen Fünfer-Golf TDI war nicht wirklich verlockend und so entschloß man sich im VW-Rallye-Team Austria, die Benziner-Kit Car-Leiche von Kris Rosenberger (Ostarrichi-Hauseck) wiederaufzubauen. In recht schönem Styling gehalten stand der Wagen dann in Wolfsberg, aber Willi wollte noch nicht allzu viel erwarten. Tatsächlich blieb Willi dann auch noch weit unter seinen Möglichkeiten und jenen des Autos. Da hatten zwei Dreher in der letzten SP der 1. Etappe, wobei er einmal in einen Zaun flog, nachdem er einem auf der Ideallinie liegenden großen Stein ausweichen hatte müssen, nur einen geringen Anteil. Durch den frühen Abbruch am Samstagvormittag gingen auch wertvolle und wichtige Testkilometer verloren, was aber in der Division l sogar noch für ÖM-Punkte reichte.

 

Bosch Super plus:

Eine unglücklichabenteuerliche Rallye für das Team. Nach drei SP lag man vor dem Ex-Teamkollegen Michi Kogler auf Platz 15 gesamt, ehe man auf der langen Abschluß-SP den mit den Verhältnissen etwas überforderten Johannes Huber einholte. Der wollte sportlich Platz machen, Willi hatte jedoch nicht damit gerechnet, daß er dies an dieser speziellen Stelle tun würde, erschrak und schoß in eine Wiese, aus der er erst nach deutlich über 3 min. wieder heraus kam. Auf Platz 36 liegend konnte man für den Samstag nun natürlich nicht mehr viel erhoffen. Trotzdem wurde ordentlich attackiert, was sich schon dadurch äußerte, daß man in SP 7 einen Stein traf und ein paar Meter auf zwei Rädern balancierte, ehe sich der Golf doch noch dazu entschloß, nicht umzufallen. Dabei hatte jedoch das Lenkgetriebe etwas abbekommen, wie sich auf dem Weg zur letzten Vormittags-SP zeigte. Der Wagen wollte nämlich nur noch jeweils nach Lust und Laune in eine Kurve einlenken, weshalb sich Willi dazu entschloß, kein Risiko einzugehen und vorsichtig über die SP ins Service zu rollen. Was aber weitere 3 min. kostete. Womit sich nur noch Platz 3 in der Gruppe A ausging.

 

Castrol-Judenburg-Pölstal:

Die Chance auf die erste gute Gesamtplazierung mit dem Golf war auch diesmal früh ausgeträumt. Was weniger daran lag, daß sich Willi eine fiebrige Erkältung eingefangen hatte, sondern an einem defekten Drosselklappenpotentiometer. Das Problem konnte im Schlußservice nicht endgültig gelöst werden, kostete aber doch 30 sec. Zeitstrafe, wozu am nächsten Morgen nach dem Re-Start noch

1 ½ min. dazu kam. Damit startete man auf Platz 42 in die Prüfungen im Lachtal, was nicht einmal mehr einen Pokal in der Klasse garantierte. Willi ließ sich davon nicht mehr frustrieren als notwendig, schaffte bis zur Mittagspause wieder den Sprung in die Top-30 und auf dem ersten Pöls-Rundkurs sogar wieder Platz 3 in der Klasse. 34 sec. Rückstand auf Platz 2 oder den italienischen Mitropa-Cuppler Marco Mazzolini wären wohl auch noch möglich gewesen, hätte nicht in der folgenden SP die Servolenkung aufgegeben. Willi war über den neuerlichen Defekt so sauer, dass er nicht mehr aus dem Service kam.

 

BP ultimate:

Nach der langen Sommerpause reiste Willi ziemlich demütig in die Bucklige Welt und schaffte dort tatsächlich seine bis dahin weitaus beste Saison-Leistung. Am Freitagnachmittag klebte er eine Weile auf Platz 13 hinter dem Pasteiner-Evo und vor dem Berger-Suzuki. Obwohl der Wagen zweimal einfach abgestorben war und neu gestartet werden mußte, verbesserte er sich ausgerechnet am tw. recht feuchten Abend in die Top-10, 18 sec hinter dem Goldovskiy-Evo und 16 sec. vor dem Rosenberger-Polo. Dass er den Ex-Staatsmeister nicht lange würde hinter sich halten können, war klar, aber Platz 11 gesamt verteidigte Willi schließlich locker und konnte erleichtert in die nächste Aufgabe gehen.

 

 

 

 

 

 

Spelo-Invest-Holding-ARBÖ:

Willis Problem im „Xeis" war von Beginn an, daß kein 1. Gang zur Verfügung stand, der war nämlich schon am Samstag Morgen in SP 2 gebrochen. Die Angst, daß ihm womöglich weitere Zahnräder folgen könnten, ließ den Piloten in der Folge recht zurückhaltend bleiben. Was aber dennoch beim Zusammenzählen mit 0,3 sec. Vorsprung auf Platz 17 reichte. Die Gruppe A konnten Rabl-Breineßl sogar gewinnen.

 

Herbst-Leiben:

Willi wollte diese wie schon 2006 zu seinem persönlichen Saisonhöhepunkt machen. Der Start gelang mit der 4(!) Gesamtzeit in der nebligen und glitschigen Eröffnungs-SP glänzend. Nach einem nicht allzu folgenschweren Ausritt in SP 4 lag man bei Halbzeit auf Platz 8, knapp 4 sec. hinter dem späteren Gruppe N-Sieger Pfeiffenberger. Am Nachmittag wurden die Zeiten wieder deutlich besser, allerdings begann das Getriebe in SP 6 so seltsame Geräusche von sich zu geben, daß man aus dem folgenden Service nicht mehr heraus kam. Das Risiko eines teuren Schadens war dem Piloten dann doch zu groß.

 

Waldviertel:

Schwierige Verhältnisse wie diesmal waren bei der Waldviertel auch schon 2007. Und auch der Golf fühlte sich nicht so wirklich wohl. Eigentlich war's fast ein Wunder, daß man am Ende als drittbestes Fronttrieb-Team hinter dem Danzinger-Golf und dem Sulzinger-Fiesta das Ziel erreichte. Schließlich ging's schon bald ziemlich rund: In SP 4 verlor man irgendwo einen Zusatzscheinwerfer, woraufhin gleich alle anderen nicht mehr wollten und man mit dem Serienlicht durch die Nacht humpeln mußte. Trotzdem lag man nach der 1. Etappe noch weit vor allen Fiesta und bei den „Formel 2-Autos" (die alte Bezeichnung für Saugmotorautos bis zwei Liter Hubraum ohne Turbo) auf Platz 2. Der Vorsprung auf die Fiesta wurde zwar am Samstag rasch kleiner, hätte aber wohl gereicht, wäre man nicht in SP 14 mächtig aufgesessen, was eine Halbachse nicht goutierte. Dies genügte aber, um zumindest Raffael Sulzinger heranfliegen zu lassen, der dann ausgerechnet auf der abschließenden Superspecial noch vorbei ging. Allerdings auch nur deshalb, weil Willi am Nordring zu schnell in die Zielkurve einbog und die Strecke nicht wie vorgesehen absolvierte - was 30 sec. Zeitstrafe zur Folge hatte, die gleich zur SP-Zeit dazu addiert wurden. Womit der Bayer 4 sec. vorne lag. Gesamt Platz 16 für Willi und Platz 2 in der Gruppe A war der Lohn für das gesamte Team.

 

 

 

 

Endstand IG Rallye Trophy 2008 - Gruppe A Zweirad

 

1 Danzinger Hannes Volkswagen Golf IV TDI A7

2 Rabl Willi jr. VW Golf Kit Car A7

3 Berger Hermann Jun. Suzuki Swift S1600 A6

4 Thum Hubertus VW Golf Gti CNG A7

5 Adam Kurt Seat Ibiza A7

6 Heitzer Arnold Seat Ibiza GTI 16 V A7

7 Schiessling Alexander VW Golf CNG A7

 

 

Ergebnisse int. österreichische Rallye - Staatsmeisterschaft

 

Lico Lavanttal Rallye                              3. Platz A7

Bosch Super Plus Rallye                        2. Platz A7

BP Ultimate Rallye                                 2. Platz A7

Spelo Invest Holding ARBÖ Rallye           1. Platz A7

Waldviertel Rallye                                  2. Platz A7

 

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